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Ein Bau, der für die Dauer gemacht ist

Was eine echte Toulousaine von einem gewöhnlichen Altbau unterscheidet, sind ihre Mauern. Hier sind die tragenden Mauern 40 bis 50 cm dick und bestehen aus brique foraine, jenem breiten, flachen Backstein, der seit Jahrhunderten aus dem Lehm der Region um Toulouse gebrannt wird.

Eine Klarstellung der Ehrlichkeit halber, denn sie zählt: der Backstein ist im unteren Bereich gebrannt und wird nach oben hin allmählich gemischt — gebrannter und ungebrannter Lehm. Das ist die traditionelle Bauweise der Region: gebrannter Ton, unempfindlich gegen Feuchtigkeit, dort wo die Mauer aufsteigender Bodenfeuchte ausgesetzt ist; ungebrannter Lehm, leichter und thermisch noch leistungsfähiger, in den oberen, durch Dach und Putz geschützten Bereichen.

40 bis 50 cm dick

Zur Straße, zum Garten und an der östlichen Giebelwand. Vollziegel, ohne Hohlraum oder Füllung.

14 × 15 m Grundfläche

Auf drei Ebenen: Erdgeschoss, Obergeschoss und ausbaufähiges Dachgeschoss. Rund 9 Meter Firsthöhe.

Die Speichermasse, oder warum das Haus kühl bleibt

Eine massive Lehmwand von 40 bis 50 cm speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts langsam wieder ab. Im Sommer hält das Haus die Morgenkühle bis in den späten Nachmittag, ganz ohne Klimaanlage. Im Winter dämpft es Temperatursprünge, statt ihnen ausgesetzt zu sein.

Der ungebrannte Lehm der oberen Mauern hat eine Eigenschaft, die der gebrannte Ziegel nicht besitzt: Er ist hygroskopisch. Die Mauer nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, wenn die Luft trockener wird — das reguliert das Raumklima auf natürliche Weise. Im Gegenzug verlangt dieses Mauerwerk eines: dass die Wände trocken bleiben. Genau dafür sorgen ein 2005 komplett erneuertes Dach und ein intakter Außenputz.

Das erklärt einen Energieausweis (DPE) der Klasse D für Energie und B für Klima bei einem Haus von 319 m² ohne nachträgliche Dämmung — ein Ergebnis, das nur wenige Altbauten dieser Größe erreichen. Den Energieausweis im Detail ansehen.

Eine Höhe, die kein gewöhnliches Haus hat

Auf einer Grundfläche von 14 × 15 m erreicht der First rund 9 Meter. Das verleiht dem Haus seine Raumhöhen: hohe Decken im Erd- wie im Obergeschoss und ein Dachgeschoss von 210 m² Grundfläche, davon 121 m² mit über 1,80 m Stehhöhe.

Das erklärt auch, warum die 319 m² Wohnfläche konservativ gerechnet sind. Auf zwei vollen Ebenen mit je 210 m² Grundfläche, abzüglich der 28 m² Garage, nähert sich die bebaute Hülle 390 m²; erst die Mauerstärke selbst und die Verkehrsflächen bringen die Wohnfläche auf 319 m². Das ausbaufähige Dachgeschoss kommt noch hinzu.

Ein erneuertes Dach — und gut erneuert

Im Jahr 2005 wurde die Dacheindeckung vollständig erneuert : die alte wurde komplett abgetragen, eine Unterspannbahn über den gesamten Dachstuhl verlegt, danach neue Ziegel.

Die Unterspannbahn ist eine Membran zwischen Dachstuhl und Ziegeln. Sie bildet eine zweite Dichtungsebene : ein verrutschter Ziegel, vom Wind getriebener Schlagregen, Pulverschnee, der unter die Ziegelreihen dringt — nichts davon erreicht den Dachstuhl oder die Decken. Diese Vorkehrung haben die allermeisten nicht sanierten Altbauten nicht, ihre Ziegel liegen direkt auf den Dachlatten.

Bei diesem Haus wirkt das doppelt. Indem sie den Bau dauerhaft vor eindringender Nässe schützt, gewährleistet diese Bahn genau das, was Lehmmauern brauchen: dass sie trocken bleiben. Neues Dach und Lehmmauerwerk bilden hier ein stimmiges Ganzes.

Die verlegten Ziegel sind zudem dreimal leichter als die alten. Die vom Dachstuhl dauerhaft getragene Last wurde damit entsprechend verringert — eine erhebliche Entlastung bei einem Satteldach über 14 × 15 Metern Grundfläche und ein weiterer Faktor für die Langlebigkeit des Eichendachstuhls.

Der übrige Rohbau

  • Dachstuhl aus Eichenkernholz — ein Holz, so hart, dass sich ein Nagel eher verbiegt als eindringt, und das Insekten allenfalls oberflächlich angreifen können, 2 bis 3 mm tief. Seit 2005 durch die neue Dacheindeckung entlastet.
  • Doppelverglasung an sämtlichen Fenstern und Fenstertüren.
  • Intakter Außenputz an den Fassaden, der die aufgehenden Mauern schützt.

Ein Dorfhaus, ganz bewusst

Das Haus ist beidseitig angebaut : die klassische Bauweise alter Dorfhäuser, und sie hat ihre Vorteile. Giebelwände verringern die Wärmeverluste, das Haus liegt mitten im Ort mit allen Geschäften in Gehweite, und der Garten in Südostlage ist frei von Einblicken.

Der Ehrlichkeit halber: Während die östliche Giebelwand so dick ist wie die Fassadenmauern, die westliche Giebelwand ist neueren Datums und misst nur 15 bis 20 cm. Das ist der einzige Schwachpunkt der Gebäudehülle, und wir sagen es lieber gleich, als dass Sie es vor Ort entdecken.

469.000 €

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